Tag Archives: Warner

Verluste auch bei Universal Music

12 May

Im Zuge der Veröffentlichung der Quartalszahlen von Vivendi wurde bekannt, dass die Universal Music Group weiter Verluste schreibt. Der Umsatz fiel um über 13% auf 889 Mio. Euro. Grund dafür seien vor allem die schwachen CD-Verkäufe in Europa und Asien. Selbst der Umsatz der Digitalsparte ging um 1,7% zurück.
Auch bei anderen Major Labels gab es im ersten Quartal Verluste. Jedoch fielen diese, z.B. bei Warner Music (-1,3%), deutlich geringer aus. “This is going to be a tough, challenging industry for a few more years”, gab Vivendi-Finanzchef Phillippe Capron zu Bedenken. Man wolle sich künftig deutlich mehr auf digitale Verkäufe konzentrieren, denn hier kann Universal bereits erste, kleine Erfolge vorweisen. So hätte VEVO, an dem Universal sich mit Sony beteiligt, seine Konkurrenz bei Weitem überflügelt. (Billboard)

Warner Music weiter im Verlustbereich

7 May

Das erste Quartal 2010 ist für die Warner Music Group abermals mit Verlusten gestartet. Das Major Label setzte 1,3% weniger um als noch im Vorjahr, sodass 662 Millionen US-Dollar zu Buche stehen. Dafür legte die Digitalsparte aber kräftig zu. Um satte 15% wurden die Umsätze aus diesem Bereich gesteigert. Fast die Hälfte des gesamten Umsatzes stammen nun aus dem Digitalgeschäft. (New York Times)

EMI will noch mehr Mitarbeiter entlassen

19 Apr

Das schwer angeschlagene Major Label EMI will laut der Times weitere hundert Mitarbeiter entlassen. Seit der Übernahme durch das Investmentunternehmen Terra Firma mussten schon 2.000 Mitarbeiter ihre Posten räumen. Vorstand Charles Allen und Finanzier Guy Hands (Terra Firma) wollen sich somit Luft schaffen, um eine Übernahme durch die Citigroup abzuwenden. Ihr schuldet EMI über 2,5 Mrd. Dollar, die die Bank fürchtet nicht refinanziert zu bekommen. Können keine neue Investoren gefunden werden, geht das Label im Sommer in die Hände der Citigroup. Die Investment-Gruppe KKR und Warner Music hätten bereits Interesse bekundet, EMI dann abzukaufen.

Das Management arbeitet derzeit an einem Plan, um sich bis 2015 einen Profit von rund 620 Mio. Euro zu verschaffen. Gleichzeitig sollen neue Verhandlungen mit Universal und Sony über einen Leasing-Vertrag um den Musikkatlog in den USA geführt werden. Guy Hands sei davon überzeugt, genügend Geld aufzutreiben, um das britischen Label für min. 2 Jahre zu retten. (Times Online)

(Update #2: 90-Tage-Frist) EMI findet keinen Abnehmer der US-Lizenzen

1 Apr

Um sich selbst zu retten, versucht EMI seinen Musikkatalog in den USA zu verkaufen – ohne Erfolg, denn die potentiellen Käufer springen ab. Warner Music war gar nicht erst angetreten,  Sony Music scheint das Interesse zu verlieren und Universal Music verblieb als letzter Bieter. EMI strebt rund 440 Mio. Euro für die Lizenzen an und würde sich, dem Vernehmen nach, anschließend aus dem größten Musikmarkt der Welt zurückziehen. Universal schien aber nur bereit, weniger als die Hälfte zu zahlen. Laut verschiedenen Quellen sind auch diese Gespräche nun gescheitert. Möglicherweise auch deshalb, weil die Vertragsbedingungen zu kompliziert sind.
EMI muss sich nun der kritischen Prüfung des Kreditgebers Citibank stellen, die man ohne (nochmaligen) Zuschuss von EMI-Eigner Terra Firma nicht bestehen wird. Das traditionsreiche britische Major Label droht unter die Kontrolle der Citigroup zu kommen, die die Refinanzierung einer 2,5 Mrd. Dollar-Investition ersucht.

Update:
Nach verschiedenen Quellen haben EMI und Eigner Terra Firma nun eine 90-tägige Frist, um neben den Finanzen auch eine entsprechende schlüssige Planung nachzuweisen. Danach geht das Major Label entweder unter die Kontrolle der Citibank (was früher oder später einen Verkauf bedeutet) oder muss Bankrott anmelden. So oder so sind die Zeichen um EMI schlecht gestellt, was großen Unmut in der Belegschaft auslöst.

Spotify steht die GEMA in Deutschland im Weg

18 Feb

Vorerst startet die Musikplattform Spotify nicht in Deutschland. Größter Gegner der gehypten Schweden ist die GEMA, wie Gründer Daniel Ek erzählt.

(more…)