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Last.fm macht On-Demand-Streaming dicht

15 Apr

Bei Last.fm will man sich wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren und beendet sein Angebot, einzelne Musiktitel auf Abruf abspielen zu können. Dies wurde (gebührenpflichtig) in den USA, Großbritannien und Deutschland angeboten.
Stattdessen überlässt man das Ganze seinen neuen Partner. Bei Spotify können User Musik nach Belieben streamen. Videos werden künftig auch nicht mehr von Last.fm gehostet, sondern von VEVO geholt. Um den Kreis sinnvoll zu schließen, haben beide Anbieter nun Scrobbler implementiert. Die Software ist seit jeher ausschlaggebendes Element für Last.fm, denn sie erlaubt es, die Musiknutzung nachzuvollziehen und passende Empfehlungen zu geben. Zu den Partnern gehören ferner MOG, The Hype Machine und we7.

“We believe that this renewed focus on Last.fm as the definitive online home of your music taste and your base for music discovery – regardless of where you listen – will help improve not just our users’ musical lives but the overall online ecosystem as well”, sagt Vorstand Matthew Ogle. Die bekannte und beliebte Radio-Funktion bleibt nach wie vor erhalten. Der Schritt macht für Last.fm durchaus Sinn, wird das Web Smart Radio aber langfristig an Werbeeinnahmen binden, die ja bekanntlich hart umkämpft sind.

(Update #2: 90-Tage-Frist) EMI findet keinen Abnehmer der US-Lizenzen

1 Apr

Um sich selbst zu retten, versucht EMI seinen Musikkatalog in den USA zu verkaufen – ohne Erfolg, denn die potentiellen Käufer springen ab. Warner Music war gar nicht erst angetreten,  Sony Music scheint das Interesse zu verlieren und Universal Music verblieb als letzter Bieter. EMI strebt rund 440 Mio. Euro für die Lizenzen an und würde sich, dem Vernehmen nach, anschließend aus dem größten Musikmarkt der Welt zurückziehen. Universal schien aber nur bereit, weniger als die Hälfte zu zahlen. Laut verschiedenen Quellen sind auch diese Gespräche nun gescheitert. Möglicherweise auch deshalb, weil die Vertragsbedingungen zu kompliziert sind.
EMI muss sich nun der kritischen Prüfung des Kreditgebers Citibank stellen, die man ohne (nochmaligen) Zuschuss von EMI-Eigner Terra Firma nicht bestehen wird. Das traditionsreiche britische Major Label droht unter die Kontrolle der Citigroup zu kommen, die die Refinanzierung einer 2,5 Mrd. Dollar-Investition ersucht.

Update:
Nach verschiedenen Quellen haben EMI und Eigner Terra Firma nun eine 90-tägige Frist, um neben den Finanzen auch eine entsprechende schlüssige Planung nachzuweisen. Danach geht das Major Label entweder unter die Kontrolle der Citibank (was früher oder später einen Verkauf bedeutet) oder muss Bankrott anmelden. So oder so sind die Zeichen um EMI schlecht gestellt, was großen Unmut in der Belegschaft auslöst.

Digitale Verkäufe 2009 weiter gestiegen – US-Markt fällt insgesamt

12 Jan

Der weltweit größte Musikmarkt fällt weiter. In den USA gingen die Verkäufe physischer Medien weiter zurück. Die Lücke kann auch nicht durch die digitalen Sales geschlossen werden, denn diese haben an Wachstum abgenommen. Für iTunes, Amazon MP3 & Co. ging es vergangenes Jahr nur noch um 8% nach oben. Für den deutschen Musikmarkt ist ein höherer Zuwachs im digitalen Bereich zu erwarten.

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