Tag Archives: Google

Vevo hat mehr User als Hulu

8 Jun

Das Video-Netzwerk von Universal, Sony und YouTube, VEVO, hat den “Konkurrenten” Hulu bei den Nutzerzahlen überholt. Im April erreichte der Dienst über 44 Mio. Unique User. Doch nicht nur in den Besuchern ist VEVO einen Schritt voraus, sondern sogar bei der verbrachten Zeit pro Video. Natürlich hinkt der Vergleich ein wenig, weil Hulu sich auf Filme und Serien spezialisiert hat, die anders als Musikvideos konsumiert werden. 89 Prozent aller Suchen, die i.d.R. nach einem ganz bestimmten Künstler suchen, kommen direkt von YouTube. Es wird aber spekuliert, dass VEVO schon bald ähnliche Preise für seine Werbung wie das erfolgreiche Vorbild verlangen kann, zumal der Anteil der eigenproduzierten Inhalte steigt. (Billboard)

MySpace vor Aus des Google-Werbevertrags

4 Jun

Noch mehr Ärger beim angeschlagenen MySpace: Eine Verlängerung des Werbevertrags mit Google droht deutlich kleiner auszufallen, wenn nicht gar ganz zu scheitern. Vize-Chef Mike Jones sagte dem Handelsblatt: „Ich glaube zumindest nicht, dass er noch einmal in unveränderter Form zustande kommen wird.“ Bislang zahlte Google rund 900 Mio. Dollar (ca. 740 Mio. Euro) für drei Jahre. Allerdings stünden andere Partner schon zur Seite. Die neue strategische Ausrichtung der Community soll Ende des Jahres abgeschlossen sein. „Wir brauchen keine Wettervorhersage oder Horoskop oder Unterkategorien, die jeder auch kopieren kann. Wir gehen zurück auf Content und Entdeckung“, erklärt Jones weiter, der zudem auch in mobile Anwendungen investieren will. (Horizont)

Google greift iTunes an

21 May

Google gab bekannt, dass es das Technologie-Unternehmen Simplify Media (nicht zu verwechseln mit simfy) gekauft hat. Deren Kernarbeit bestand bislang daran, es Kunden zu ermöglichen, ihre Musik, Bilder oder Videos auf verschiedene Endgeräte zu streamen. Ein Download, beispielsweise des eigenen Musikkatalogs, ist daher nicht mehr nötig. Vermutlich akquirierte der Suchgigant das Start-Up schon im März und ließ Neuanmeldungen sperren und eine iPhone-App vom Markt nehmen. Googles Vice President Vic Gundotra sagte, man wolle nun eine Desktop-Software entwickeln, die es allen Nutzern ermöglichen soll, ihre Medien auf Android, das hauseigene Mobilbetriebssystem, zu bringen. Zudem soll der Android Market um eine Musik-Sparte erweitert werden.

Apple kaufte bereits im vergangenen Jahr Lala, das ähnliches ermöglichen könnte. Darüber hinaus gibt es eine Applikation von Spotify, die ebenfalls Musik-Streaming erlaubt. (TechCrunch)

GEMA bricht YouTube-Verhandlungen ab

10 May

Zwei alte Bekannte können sich immer noch nicht einigen: Die GEMA hat nun endgültig die Verhandlungen mit der Google-Tochter YouTube beendet. Gemeinsam mit sechs weiteren internationalen Verwertungsgesellschaften fordert sie sogar die Löschung von 600 Videos. Das ist noch wenig, wenn man bedenkt, dass die GEMA und ihre Mitstreiter rund 60% des gesamten Musikreportoirs verwalten.
“Die Verhandlungen mit YouTube haben leider bisher nicht zu einem akzeptablen Ergebnis geführt”, erklärt GEMA-Vorstand Harald Heker. Man wolle zeigen, dass YouTube durchaus für illegale Handlungen zur Verantwortung gezogen werden kann. “Das eigentliche Ziel ist jedoch, eine angemessene Vergütung der Urheber zu erreichen.” Bislang bekommen die Urheber keine Tantieme über YouTube. Das Portal müsste so langfristig Abwanderungen zu anderen Video-Seiten fürchten. Mit den großen Major Labels konnten die Vertragsstreitigkeiten aber mittlerweile beigelegt werden. (kress)

MySpace verkauft Tickets und Events

17 Apr

MySpace startet mit “Events” einen neuen Dienst, der sich abermals an Musiker und deren Fans richtet. Über einen Kalender können Termine eingetragen werden, zu denen man auch direkt Tickets verkaufen kann. Dank einer Verbindung zu Facebook (aber auch Google und Outlook) ist die Integration des bestehenden Kalenders ebenfalls möglich, was fair und nützlich zugleich ist.
Auf diese Weise etabliert sich MySpace als sinnvolles Rundum-Paket für Indie-Bands, die auf einer Seite ihre Musik zum Hören anbieten und gleichzeitig Events promoten können. Allerdings verlangen Partner wie Ticketmaster oder Seetickets natürlich Gebühren.

Für Werbetreibende sollen spezielle Pakete geschnürt werden, die deren Konzerte o.Ä. in die Kalender integrieren.