Tag Archives: BVMI

EU verliert 10 Milliarden Euro durch illegales Filesharing

28 Apr

Europa gehen jährlich rund 10 Milliarden Euro und 186.000 Jobs durch die illegale Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internet verloren. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens TERA, die der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) nun veröffentlicht hat. Allein in Deutschland wurde 2008 ein Schaden von 1,2 Mrd. Euro verursacht, durch den 34.000 Arbeitsplätze verloren gingen. Bis 2015 könnte sich der Schaden europaweit auf bis zu 56 Mrd. Euro aufsummieren. Neben der Musikindustrie zählten vor allem auch Software-, Film- und Buchbranche zu den Geschädigten.

Der BVMI fordert deshalb umstrittene Internet-Sperren und -Verwarnungssysteme einzuführen. (BVMI)

Bundesregierung soll Schutz der Urheberrechte massiv bessern

26 Apr

Zum Tag des geistigen Eigentums haben Vertreter der Buch-, Film-, Musik- und Rundfunk-Branche auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Regierung zur Umsetzung konkreter Maßnahmen für einen besseren Schutz geistigen Eigentums im Internet aufgefordert. „Täglich massenhaft begangene Urheberrechtsverletzungen im Netz gefährden sowohl bestehende wie auch potentielle neue Arbeitsplätze in der Kreativwirtschaft, die inzwischen maßgeblich zur Bruttowertschöpfung in Deutschland beiträgt”, sagte Alexander Skipis stellvertretend für die Rechteinhaber am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Auch wenn sich die Mehrzahl der Verbraucher legal verhalte, gebe es in Deutschland laut der aktuellen GfK Brennerstudie rund 4,6 Millionen Menschen, die sich illegal mit Büchern, Musik, Filmen oder TV-Serien aus dem Internet versorgen. Die Selbstbedienungsmentalität Weniger gehe damit zulasten der gesamten Gesellschaft. Dies würde einen Schaden von rund 1,2 Mrd. Euro jährlich in Deutschland verursachen. Neben verstärkter Aufklärung soll die Bundesregierung deshalb für eine international einheitliche Urheberrechtsgesetzgebung Einfluss nehmen, härtere Gesetze einführen und für eine bessere Ausstattung der Jusitz sorgen.

Zahl der illegalen Downloads sinkt

23 Apr

Die “Brennerstudie” des Marktforschungsinstituts GfK stellt für das Jahr 2009 einen deutlichen Rückgang der illegalen Downloads fest. Von 316 Millionen in 2008 auf 258 Millionen Downloads im vergangenen Jahr. Auch die Zahl der Urheberrechtsverletzter ist um fast 1 Mio. auf 2,9 Mio. “Internet-Musikdiebe”, wie sie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) bezeichnet, zurückgegangen. BVMI-Geschäftsführer Stefan Michalk wertet dies als Erfolg der Abmahnstrategie: „Der Versand von Abmahnungen zeigt hier eindeutig Wirkung. Zwar würden wir viel lieber flächendeckend zunächst Warnhinweise versenden. Das ist aber ohne die Kooperation der Internet Service Provider nicht möglich.“ In Großbritannien und Frankreich wurden zuletzt Gesetze verabschieded, die genau dies erlauben und darüber hinaus notorische Gesetzesbrecher vom Internet ausschließen können.

Besonders beliebt sei das illegale Filesharing bei den 20-39jährigen. Von ihnen laden rund 20% illegal Musik, Filme und Bücher. Dabei wissen, laut der Studie, 90% der Befragten, dass das Herunterladen illegal ist.

England verabschiedet Gesetz gegen Internetpiraterie

9 Apr

Nach Frankreich hat jetzt auch England ein Gesetz zur Durchsetzung von Urheberrechten im Internet verabschiedet. Der „Digital Economy Act“ sieht unter anderem die Einführung eines sanktionierten Warnmodells bei illegalen Downloads vor. Mit dem neuen Gesetz wird es in England jetzt möglich, in Zusammenarbeit mit den Providern Warnhinweise zu versenden. Damit haben die Betroffenen die Möglichkeit, ohne finanzielle oder juristische Folgen ihr illegales Handeln einzustellen. Sollte er nach 2 Warnungen weiterhin auffallen, kann er vom Internet ausgeschlossen werden. Außerdem stehen den Urheberrechtsinhabern weitere rechtliche Schritte zur Verfügung.
Verschiedene Gruppen kritisieren den Ausschluss vom Internet scharf, weil es dem Entzug von Wasser gleich käme, müssten doch Rechnungen oder E-Mail via Web erledigt werden.

Der Bundesverband der Musikindustrie (BVMI) fordert ähnliche Gesetze auch für Deutschland. „Frankreich und England übernehmen beim Schutz geistigen Eigentums im Internet eine Vorreiterrolle. Deutschland droht hier den Anschluss zu verlieren“, sagte Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des BVMI. Die Musikindustrie habe seit der Jahrtausendwende, trotz stark gestiegener Musiknutzung, fast die Hälfte ihrer Umsätze und Arbeitsplätze verloren. In Deutschland gebe es, laut einer aktuellen Studie, rund 4,5 Millionen Personen, die sich illegal mit Musik und anderen Inhalten aus dem Internet versorgen. Auf einen legal erworbenen Musikdownload kämen rund sechs illegale.

Deutsche Musikindustrie in der Krise solide

23 Mar

Die deutsche Musikindustrie ist gut durch das Krisenjahr 2009 gekommen und befindet sich weiter auf Konsolidierungskurs. (more…)