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Neuer Druck zum Werbeverbot bei ARD & ZDF

3 Jun

Jürgen Doetz, Präsident des Verbands privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), macht abermals Druck auf die öffentlich-rechtlichen Sender. In der Financial Times Deutschland schlägt er einen “Finanzierungsvorbehalt” zum Werbeverbot vor. Der VPRT fordert ein schrittweises Verbot von Werbung in ARD und ZDF schon seit längerer Zeit. Sollte dieser zu einschneidend sein, solle man nun überlegen, die Gebühren notfalls zu erhöhen.
Am kommenden Mittwoch trifft sich die Rundfunkkommission in Berlin, um über die weitere Finanzierung der öffentlich-rechtlichen zu sprechen. Dabei soll tatsächlich auch ein Werbeverbot debattiert werden, wenn die GEMA dafür pro Haushalt (statt bisher pro Gerät) abrechnen dürfe. (kress)

Voller Erfolg: Wir sind Lena.

31 May

Der Eurovision Song Contest 2010 war ein voller Erfolg aus deutscher Sicht. “Wir sind Lena”, heißt es von überall – und zwar zurecht, denn die sympathische Ulknudel Lena Meyer-Landrut gewann am Samstag zum ersten Mal seit 28 Jahren die begehrte Trophäe und verzaubert das ganze Land. Fast 15 Mio. Zuschauer sahen ihr dabei im Ersten zu. Auch die Berichterstattung von der Landung in Hannover und dem anschließenden Empfang von 40.000 Fans brachte der ARD satte Einschaltquoten.
Mit den Worten des ARD-Programmchefs Volker Herres: “Sie kam, sang und siegte. Glückwunsch, bezaubernde Lena! Ich freue mich für sie, für ihren Mentor Stefan Raab und darüber, dass es uns gelungen ist, so unglaublich viele auch junge Zuschauer zu begeistern. Unser Casting-Konzept, bei dem wirklich die Musik im Mittelpunkt steht, ist aufgegangen.” (kress)

Dickes Minus beim Eurovision Song Contest Ausrichter

28 May

Der staatliche norwegische Fernsehsender NRK muss ordentlich für die Ausrichtung des Eurovision Song Contests, der an diesem Samstag in Oslo stattfindet, drauf zahlen. Die Kosten belaufen sich auf rund 211 Mio. Kronen (ca. 26 Mio. Euro), wegen der der Sender sogar seine Rechte an der Fußball-WM an einen privaten Konkurrenten verkaufen musste. Nochmals können NRK ferner nicht den Grandprix ausrichten. Aber da unsere Lena das Ding ja ohnehin holt, muss sich im kommenden Jahr der NDR mit den Kosten rumschlagen. ;) (Reuters)

Raab und ARD setzen Kooperation fort

20 May

Der Stern leuchtet weiter: Das Erste, ProSieben, Stefan Raab und die Jugendwellen der ARD setzen ihre Kooperation beim Eurovision Song Contest fort. “Endlich mal eine Koalition, die hält, was sie verspricht”, propagiert der Entertainer Raab. Das Projekt “Unser Star für Oslo” sei, laut NDR-Intentdant Lutz Marmor, bereits jetzt so erfolgreich, dass sich eine Verlängerung lohnen würde. Einen Termin für die Fortsetzung steht noch nicht fest. Das Format soll aber beibehalten werden, sodass Teile der Vorentscheidungen wieder bei ProSieben, das Finale im Ersten zu sehen sein wird. (Kress)

Private Radios wollen ARD Werbung verbieten

14 Apr

Der Verband privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) will den Radiosendern der ARD nach und nach das Werben verbieten. Man wolle die Länderparlamente auffordern, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk den Verkauf von Werbezeiten zu untersagen. Von täglich nur max. 60 Minuten Werbung soll es sukzessive auf null gehen, selbst Sponsoring soll verboten werden.
“Der Hörfunk verliert so nicht an Attraktivität als nationaler Werbeträger im intermedialen Wettbewerb und die Maßnahmen sorgen darüber hinaus für einen wichtigen Beitrag zur Systemhygiene”, sagte Hans-Dieter Hillmoth vom VPRT. Um Gebührenerhöhungen für den Verbraucher zu vermeiden, müssten überflüssige Sender geschlossen werden. Ob ein derartiges Verbot aber zeitnah, wenn überhaupt, auf den Weg gebracht werden kann, bleibt fraglich. (Kress)