Spotify steht die GEMA in Deutschland im Weg
18 Feb
Vorerst startet die Musikplattform Spotify nicht in Deutschland. Größter Gegner der gehypten Schweden ist die GEMA, wie Gründer Daniel Ek erzählt.

Spotify wird in Expertenkreisen ganz hoch gehandelt. Facebook Gründer Mark Zuckerberg soll bei dem Unternehmen einsteigen wollen, der Start in den USA stehe unmittelbar bevor. Doch hierzulande wird man sich noch gedulden müssen. “Wir würden liebend gerne nach Deutschland kommen”, erklärt Gründer Daniel Ek gegenüber heise online. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte steht dem Projekt entgegen. “Die Gebührenforderung der GEMA ist einfach zu hoch.”
Wie eine Sprecherin mitteilt, will Spotify nicht pro Abruf sondern nach einer Pauschalgebühr zahlen. Die Vergütung pro Abonnent lehnt die Gema allerdings ab, um “einer Entwertung der Musik in solchen ‘All You Can Eat’-Modellen entgegenzuwirken”.
Zuletzt geriet Spotify auch durch Warner Music in die Kritik. CEO Edgar Bronfman halte nichts von dem Gratismodell, das Label belässt – entgegen erster Vermutungen – aber seine Titel auf der Plattform. Trotz dem großen Erfolg, den Spotify verzeichnet, haben die Schweden Schwierigkeiten mit dem Geschäftsmodell zu punkten. Die Plattform erlaubt es seinen Nutzern auf Millionen von Liedern zurückzugreifen. Sie können Playlisten erstellen und dank einer innovativen Applikation sogar unterwegs ihre Songs hören.
Die Frage ist, ob Spotify mit einem falschen Modell an den Start geht oder ob die Musikindustrie (wieder einmal) auf der falschen Fährte ist. Abonnements gelten als die Zukunft, zumal die Schweden dem Musikkonsum einer immer mobileren Jugend gerecht werden. Vielleicht können die Major Labels so nicht wieder auf Einnahmen wie früher zurückkommen, es ist aber der erfolgversprechenste Ansatz, um die Masse der Konsumenten zu einer bezahlten Musiknutzung zu bekommen.
Liebe GEMA, Umschalten ist angesagt.

