Robbie Williams bietet Rechte privaten Investoren
24 Nov
Es muss nicht immer ein Label sein, dachten sich wohl die Manager hinter Robbie Williams. Statt zu einem anderen Major zu wechseln oder bei EMI zu bleiben, sollen die Rechte im Wert von über 55 Mio. Euro an private Investoren gehen.
80 Millionen Pfund (rund 127 Mio. Euro) erhielt Robbie Williams für seinen letzten, exklusiven Plattenvertrag mit EMI. Nach seinem aktuellen Album, “Reality Killed The Video Star”, will sein Management sich auch an private Investoren wenden. Tim Clark sagte der Times, dass man Aktienanteile verteilen wolle, sodass man Geld vor ersten Profiten bekäme.
Der Deal soll für alle Rechte – von den Klingeltönen über T-Shirts bis hin zu den Konzerten – in ein Unternehmen überführen, dessen Anteile dann auf verschiedene Aktieneigner gesplittet werden sollen. Die künftigen Investoren könnten dann sogar an der Reunion von Take That profitieren.
Clark findet, dass alles, was Labels können, auch private Investoren übernehmen können. Zwar können ein russischer Öl-Magnat oder eine Bank nicht auf die jahrelange Erfahrung zurückgreifen, dafür sind von der CD-Presse bis hin zum Marketing alle Schritte, die man benötigt, um die Marke Robbie Williams zu verkaufen, unabhängig einkaufen.
Williams wäre nicht der erste Künstler, der sich von einem Label trennt. David Bowey und Public Enemy vertrauten sich ebenso privaten Investoren an. Madonna ist seit 2007, sehr erfolgreich, beim Konzertveranstalter Live Nation unter Vertrag.
Experten geben aber zu Bedenken, dass es weniger an den externen Einflüssen hängt. Viel mehr kommt es darauf an, ob Robbie Williams ein erfolgreiches Comeback vollziehen kann. Nach dem erfolglosen “Rudebox”, seinen Drogenexzessen und einer längeren Auszeit landete sein neustes Album “nur” auf Platz 2 der europäischen Charts.
Über die Entwicklung dürfen Sie gespannt sein. Vielleicht – denn das lässt das Management noch offen – bleibt Robbie auch bei EMI, mit mehr Geld in der Tasche. (Foto von EMI)


